Trauerbegleitung bei Kindesverlust im Alter
Der Umgang mit Trauer, insbesondere nach dem Verlust eines Kindes, stellt eine komplexe pflegerische Herausforderung dar. Die Begleitung erfordert fachliche Kompetenz, kommunikative Sensibilität sowie einen professionellen Umgang mit Nähe und Distanz. Unverarbeitete Trauer kann langfristige psychische, körperliche und soziale Folgen haben, weshalb fundiertes Wissen über Trauerprozesse zentral ist.
AVALEMS-Preis 2025 für eine Diplomarbeit zum Erwerb des Diploms als Pflegekraft HF in der Pflege.
Autor/in : Bregy Noemi
Disziplin: Diplom als Pflegekraft HF in Pflege
Leitung : Fux Cedric und Miano Salvatore
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Zusammenfassung
Erkenntnisse
Durch die Auseinandersetzung mit der Theorie über Rituale ist mir bewusst geworden, wie tiefgehend und individuell die Wirkung dieser auf den Trauerprozess und dessen Verarbeitung ist. Besonders klar wurde mir, dass die Rituale mehr als nur wiederholbare Handlungen sind. Sie sind ein Zugang zu emotionaler Sicherheit, Struktur und Verarbeitung. Rituale haben eine ordnende Funktion im oft chaotischen Prozess der Trauer. Wichtig ist, dass die Rituale individuell und angepasst auf die trauernde Person sind und dass die trauernde Person damit einverstanden ist.
Konsequenzen
Für die Zukunft werde ich die Bedeutung von Ritualen als Werkzeug für die Trauerbewältigung in meinem Pflegealltag stärker in den Fokus setzen. Ich will vermehrt darauf achten, dass Rituale nicht nur wiederholbare Handlungen sind, sondern individuell abgestimmte Begleiter im persönlichen Trauerprozess. Dabei werde ich auf die Bedürfnisse der betroffenen Person eingehen und Rituale, falls gewünscht, mit ihnen gemeinsam entwickeln. Zum Erstellen von individuellen Ritualen will ich gezielt nach Symbolen, Handlungen oder Gegenständen fragen, welche für die Betroffenen eine besondere Bedeutung haben.
