{"id":25973,"date":"2024-06-04T08:17:52","date_gmt":"2024-06-04T06:17:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.avalems.ch\/?p=25973"},"modified":"2024-06-04T10:01:20","modified_gmt":"2024-06-04T08:01:20","slug":"umsetzung-der-zweiten-stufe-der-pflegeinitiative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/avalems.ch\/de\/umsetzung-der-zweiten-stufe-der-pflegeinitiative\/","title":{"rendered":"Umsetzung der zweiten Stufe der Pflegeinitiative"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die Umsetzung der zweiten Etappe des Verfassungsartikels 117b \u00fcber die Pflegeinitiative soll die Arbeitsbedingungen verbessern und die berufliche Entwicklung der Pflegefachfrauen und Pflegefachm\u00e4nner in der Schweiz f\u00f6rdern. Diese Informationsseite wurde speziell f\u00fcr die Leiterinnen und Leiter von Alten- und Pflegeheimen entwickelt, um sie \u00fcber die Herausforderungen, die wichtigsten Punkte des Projekts und die kommenden Schritte zu informieren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Herausforderungen f\u00fcr die Pflegeheime<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Verbesserung der Arbeitsbedingungen<\/strong>: Eine bessere Lebensqualit\u00e4t am Arbeitsplatz f\u00fcr das Pflegepersonal k\u00f6nnte die Fluktuation und die krankheitsbedingten Fehlzeiten reduzieren und gleichzeitig die Zufriedenheit und Loyalit\u00e4t des Personals erh\u00f6hen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Attraktivit\u00e4t des Berufs<\/strong>: Optimale Arbeitsbedingungen machen den Beruf f\u00fcr neue Absolventen attraktiver und tragen dazu bei, Personalmangel zu vermeiden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Einhaltung<\/strong> von Vorschriften: Die Einf\u00fchrung neuer Standards und Vorschriften erfordert eine schnelle Anpassung, um die Einhaltung zu gew\u00e4hrleisten und Sanktionen zu vermeiden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Vorbehalte und Grenzen<\/strong>: Pflegeheime stehen vor mehreren Herausforderungen, darunter unzureichende Finanzierung, m\u00f6gliche Auswirkungen auf andere Personalkategorien und das Risiko, dass sich der Mangel an qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften kurzfristig versch\u00e4rft.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kernpunkte des Entwurfs<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das neue Bundesgesetz \u00fcber die Arbeitsbedingungen in der Pflege (BGAP)<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Entwurf des Gesetzes \u00fcber ie Arbeitsbedingungen in der Pflege (BGAP) zielt auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Pflegefachpersonal in der Schweiz ab. Das Gesetz reagiert auf die Herausforderungen des Mangels an qualifiziertem Personal und macht den Beruf f\u00fcr neue Absolventen attraktiver. Allerdings erfordert die Umsetzung des BGAP eine angemessene Finanzierung, um zus\u00e4tzlichen finanziellen Druck auf die Pflegeheime zu vermeiden und einen erfolgreichen \u00dcbergang zu gew\u00e4hrleisten, ohne den Arbeitskr\u00e4ftemangel zu versch\u00e4rfen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verk\u00fcrzung der maximalen Wochenarbeitszeit<\/strong>: Von 50 auf 45 Stunden mit Ausgleich f\u00fcr \u00dcberstunden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Normale Wochenarbeitszeit<\/strong>: Zwischen 38 und 42 Stunden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausgleich f\u00fcr \u00dcberstunden<\/strong>: Durch Freizeit oder Bezahlung mit einem Aufschlag von mindestens 25 %.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausgleich f\u00fcr Nachtarbeit<\/strong>: Entspricht den derzeitigen Bestimmungen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausgleich f\u00fcr Sonntags- und Feiertagsarbeit<\/strong>: Entspricht den derzeitigen Bestimmungen.<br><em>Vorbehalt<\/em>: Zus\u00e4tzliche Ausgleichszahlungen erfordern eine klare Finanzierung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bezahlte Umkleidezeit<\/strong>: Wenn am Arbeitsplatz erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mindestdauer und Bezahlung von Pausen<\/strong>: Entspricht den aktuellen Bestimmungen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ber\u00fccksichtigung und Verg\u00fctung von Bereitschafts- und Rufbereitschaftsdiensten<\/strong>: Entsprechend den zuk\u00fcnftigen Vorschriften.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bekanntgabevon Dienstpl\u00e4nen<\/strong>: Mindestens vier Wochen im Voraus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausgleich f\u00fcr kurzfristige Arbeitseins\u00e4tze<\/strong>: Von 25% auf 50%.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Gesamtarbeitsvertr\u00e4ge (GAV)<\/h3>\n\n\n\n<p>Das BGAP f\u00fchrt die Verpflichtung ein, dass die Sozialpartner f\u00fcr das Pflegepersonal im ganzen Land einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) aushandeln m\u00fcssen. Zwei Varianten stehen zur Konsultation:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Variante 1<\/strong>: Erm\u00f6glicht es, in einem GAV von den Bestimmungen des BGAP abzuweichen, indem weniger g\u00fcnstige Regelungen f\u00fcr die Arbeitnehmer vorgesehen werden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Variante 2<\/strong>: Verbietet jegliche Bestimmung, die ung\u00fcnstiger ist als die des BGAP.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Sozialpartner m\u00fcssen Verhandlungen \u00fcber die Arbeitsbedingungen aufnehmen und einen GAV aushandeln, der die neuen vom BGAP festgelegten Normen respektiert und gleichzeitig die regionalen Besonderheiten und die Bed\u00fcrfnisse der sozialen Gesundheitseinrichtungen ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00c4nderung des Gesundheitsberufegesetzes (GesBG)<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Revision des Gesundheitsberufegesetzes zielt darauf ab, die Ausbildung und die Kompetenzen der Pflegefachkr\u00e4fte in der Schweiz zu st\u00e4rken. Es werden \u00c4nderungen eingef\u00fchrt, um die fortgeschrittene Pflegepraxis (Advanced Nursing Practice, ANP) in das Ausbildungssystem zu integrieren und damit eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu gew\u00e4hrleisten, die internationalen Standards entspricht. Diese \u00dcberarbeitung ist von entscheidender Bedeutung, um die Fachkr\u00e4fte auf die wachsenden Anforderungen des Gesundheitssektors vorzubereiten. F\u00fcr die Ausbildungsg\u00e4nge, die zum ANP-Titel f\u00fchren, werden zwei Varianten vorgeschlagen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Variante 1<\/strong>: Integration des dualen Ausbildungssystems mit dem Erwerb eines Masterabschlusses oder anderer anerkannter Abschl\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Variante 2<\/strong>: Nur der Erwerb eines Masterabschlusses w\u00fcrde die Zulassung zur Berufsaus\u00fcbung erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Konsultation und Beteiligung der Sozialpartner<\/h2>\n\n\n\n<p>Die am 8. Mai 2024 eingeleitete Konsultation l\u00e4uft bis zum 29. August 2024. Die Sozialpartner, einschliesslich AVALEMS, sind \u00fcber ihre nationalen Dachverb\u00e4nde (CURAVIVA f\u00fcr AVALEMS) und die kantonale Task Force Krankenpflege aktiv beteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Etappen der Umsetzung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>8. Mai 2024<\/strong>: Beginn der Konsultation<\/li>\n\n\n\n<li><strong>10. Juni 2024<\/strong>: Informationsveranstaltung des BAG<\/li>\n\n\n\n<li><strong>29. August 2024<\/strong>: Ende der Konsultation<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>F\u00fcr weitere Informationen und zur Teilnahme an der Konsultation besuchen Sie bitte die <a href=\"https:\/\/www.bag.admin.ch\/bag\/de\/home\/berufe-im-gesundheitswesen\/gesundheitsberufe-der-tertiaerstufe\/vi-pflegeinitiative\/vernehmlassungen-pflegeinitiative\/vi-pflegeinitiative-etappe2-vernehmlassung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Website des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit (BAG)<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Umsetzung der zweiten Etappe des Verfassungsartikels 117b \u00fcber die Pflegeinitiative soll die Arbeitsbedingungen verbessern und die berufliche Entwicklung der Pflegefachfrauen und Pflegefachm\u00e4nner in der Schweiz f\u00f6rdern. 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