Mitgliederbereich

Willkommensgruss des neuen Direktors, Camille-Angelo Aglione

Klare Ziele

Als ich 2020 zur AVALEMS kam, stiess ich zu einer äusserst gut strukturierten Vereinigung, deren Basis und Ziele klar definiert worden waren. Wenn ich mir nun, zwei Jahre später, wo die Wellen der Covid-19-Pandemie langsam abflachen und die Auswirkungen des Virus schwächer werden, die aktuelle Situation so ansehe, stelle ich mit Freude fest, dass im Wallis in verschiedenen Tätigkeitsbereichen, einschliesslich der Langzeitpflege, zahlreiche Projekte anlaufen. Eine konstruktive Energie scheint sich im ganzen Kanton auszubreiten. Als neuer Direktor der AVALEMS betrachte ich es als Privileg, heute nicht nur Zeuge, sondern auch Akteur in dieser Zeit des Aufbruchs zu sein.

Zukunft der Vereinigung

In den kommenden Jahren möchte ich die Arbeit der Vereinigung fortsetzen und den Mitgliedern gegenüber weiterhin die gleiche Transparenz an den Tag legen wie bisher. So werden sämtliche strategischen Massnahmen der AVALEMS den angeschlossenen Institutionen präsentiert und zur Abstimmung vorgelegt, damit diese stets bestens über die Handlungen ihres Dachverbandes informiert sind. In meinen Augen ist dies eine der grossen Stärken der AVALEMS, mit der das Vertrauen seitens der Mitglieder gesteigert werden kann. In diesem Sinne wird die Ausarbeitung der neuen Strategie 2023 – 2028 eine der Prioritäten sein. Dieses Dokument wird auf der Grundlage von Überlegungen erstellt, die aus Arbeitsgruppen mit Vertreterinnen und Vertretern der Mitglieder stammen, und anschliessend von der Vereinsversammlung verabschiedet.

Aufgaben des Dachverbandes

Ein Dachverband hat die Aufgabe, zu informieren und die Werte und Standpunkte seiner Mitglieder zu fördern und zu verteidigen. Dabei ist es mir besonders wichtig, die Kontinuität mit dem bisher Erreichten zu wahren, d. h. unterschiedliche Meinungen zu respektieren und wo immer möglich einen Konsens zu suchen. Während meiner Zeit als Romand in Bern habe ich viel darüber gelernt, was es heisst, in einer Minderheitenposition zu sein. Als künftiger Direktor des Dachverbands werde ich deshalb darauf bedacht sein, die für das Wallis so charakteristischen kulturellen und sprachlichen Unterschiede zu beachten und vor allem zu nutzen. Denn diese Vielfalt ist zwar komplex, stellt aber auch einen enormen Reichtum dar.

Nähe zu den Mitgliedern

Weiter soll ein Dachverband auch eine Plattform sein, die zur Verbreitung von Ideen und Vorschlägen dient. Als ich bei der AVALEMS den Posten als Kommunikationsverantwortlicher antrat, war ich beeindruckt ob der vielen Vorhaben, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Generalsekretariats mit so viel Sorgfalt und Engagement umsetzen. Projekte wie der Leitfaden für die Ausarbeitung eines Demenzkonzepts in Pflegeheimen, der Prix AVALEMS, mit dem jedes Jahr eine Bachelorarbeit der HES-SO Wallis im Bereich der Langzeitpflege ausgezeichnet wird, oder das Konzept der soziokulturellen Betreuung boten mir eine ausgezeichnete Basis, auf der ich die Kommunikationsstrategie der Vereinigung aufbauen konnte. Der nächste Schritt bestand anschliessend darin, die Heime zu besuchen und den Institutionen und Arbeitsgruppen durch Videos und Artikel eine Stimme zu geben. In Zukunft wird es darum gehen, noch mehr Nähe zu den Mitgliedern zu schaffen und die verschiedenen Akteure der Langzeitpflege im Wallis weiter miteinander zu verknüpfen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir verschiedene Pfade beschreiten. Einer davon wird der Tag der Walliser Alters- und Pflegeheime im September 2022 sein, der zweifellos Raum für Austausch und Begegnungen bieten wird.

Synergien mit anderen Akteuren der Langzeitpflege

Aus strategischer Sicht sind derzeit zahlreiche Synergien im Entstehen begriffen. Meine Aufgabe wird es sein, diese Vorhaben zu begleiten und mir darüber Gedanken zu machen, wie diese Synergien weiterentwickelt und verstärkt werden können. Ich denke da zum Beispiel an die IT SLD Solutions SA, deren Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft sind. Ausserdem wird der Umzug unserer Büros in das Gebäude «Les Ateliers Tango“, in dem auch verschiedene Partnerorganisationen untergebracht sein werden, uns die Gelegenheit geben, die Zusammenarbeit zu intensivieren.

Nach einer schwierigen Zeit schreiten wir nun also mit Optimismus in die Zukunft. Jeder von uns trägt entsprechend seiner Funktion und seinen Kompetenzen seinen Teil zur Entwicklung der Pflegeheime im Wallis bei. Ob in Bezug auf die Qualität der Betreuung, die Arbeitsbedingungen des Personals oder die Beziehung zwischen Bewohnern, Angehörigen und Institutionen – die kommenden Jahre in der Langzeitpflege sehen vielversprechend aus!

„Ich stelle mit Freude fest, dass im Wallis in verschiedenen Tätigkeitsbereichen, einschliesslich der Langzeitpflege, zahlreiche Projekte anlaufen. Eine konstruktive Energie scheint sich im ganzen Kanton auszubreiten.“

Camille-Angelo Aglione, Direktor der AVALEMS seit März 2022